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Infococktail

(Jetzt endlich in Text-Version)

Info-Cocktail Gerhard Boeden (1925 - 2010)

Über Gerhard Boeden findet man ziemlich wenig Material im Internet. Geboren am 10.2.1925 absovierte Boeden von 1939-1942 eine Schriftsetzerlehre. Kriegsdienst leistete er bei der Marine und viagra alternative auf einem U-Boot-Jäger. Ende 1945 Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg: Eintritt in den Polizeidienst. Seit 1953 Angehöriger des Bundeskriminalamts. 1972 Eintritt in die CDU. Ab Juni 1974 Leiter der mit Schutz- und Sicherheitsfragen befaßten Abteilung SG. Im Sommer 1972 überbrachte Boeden 16 Mio. DM Lösegeld nach Beirut, um 188 Passagiere einer von den Palästinensern entführten Lufthansa-Maschine freizubekommen. Ab Juni 1975 wurde Boeden Leiter der neu geschaffenen und viagra side effects mit weitreichenden Kompetenzen ausgestatteten Abteilung "Terrorismus" ("T) des Bundeskriminalamts. Ab 1983 Vizepräsident des Bundeskriminalamts. Boeden war anschließend vom 1.4.1987 bis zum 28.2.1991 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Wikipedia: "SEIT BEGINN SEINES RUHESTANDES HAT BOEDEN, ANDERS ALS VIELE SEINER VORGÄNGER UND reliability of generic viagra KOLLEGEN, JEDE ÖFFENTLICHE ÄUSSERUNG ZU DEN NACHRICHTENDIENSTEN UND cheap cialis in uk IHRER TÄTIGKEIT STRIKT VERMIEDEN." Michael Buback kritisiert in seiner Publikation "Der zweite Tod meines Vaters" (Erstausgabe November 2008) eine Äußerung Boedens in der Tagesschau vom 8.4.1977 (einen Tag nach der Ermordnung seines Vaters und canadian viagra 50mg dessen beiden Begleitern). In der Tagesschau vom 7.4.1977 wird ein jugoslawischer Augenzeuge mit der Aussage eingeblendet, auf dem Beifahrersitz habe möglicherweise eine Frau gesessen und order cialis on line geschossen. Hingegen wird in der Tagesschau vom 8.4.1977 bekanntgegeben, dass das BKA bereits die Täter ermittelt habe: Knut Folkerts, Christian Klar und cialis online canada Günther Sonnenberg. Einen eigentümlichen Eindruck hinterlässt Gerhard Boeden während eines Interviews in der Tagesschau vom 8.4.1977. Während er auf die ersten beiden Fragen des Journalisten professionell-allgemeinverbindlich antwortet (um laufende Ermittlungen nicht zu gefährden), wird er bei der dritten Frage des Reporters nach der Zeugenaussage vom Vortag, derzufolge eine Frau auf dem Soziussitz gesessen haben könnte, konkret und viagra discount neutralisiert die jugoslawische Zeugenaussage vom 7.4.1977: "Nun, wenn sie sich die Fahndungsphotos, die wir heute veröffentlicht haben, ansehen, dann kann man nicht ausschließen, dass einer dieser drei Beteiligten so aussieht, wie auch eine Frau aussehen kann."Michael Buback schreibt dazu in seinem Buch "Der zweite Tod meines Vaters" auf  den Seiten 213-215: "...Boeden schob den Hinweis auf eine Frau als Täterin geradezu weg...Trotzdem sagte Boeden auf die Frage nach einer weiblichen Täterin, dass 'einer dieser drei Beteiligten' so ausgesehen haben könnte wie eine Frau. Diese recht forsche Analyse beunruhigte mich, zumal weder bei Klar noch bei Folkerts gesagt wurde, worauf sich der Verdacht...dass sie am Karlsruher Verbrechen unmittelbar beteiligt waren, eigentlich stützte...Boeden wurde übrigens 1983 Vizepräsident des BKA und 1987 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. ...Meine Sorge ist, dass durch das Vorpreschen von Gerhard Boeden bereits am Tag nach dem Attentat der Eindruck entstanden ist und original brand cialis möglicherweise sogar bewusst erzeugt wurde, dass Folkerts, Klar und Sonnenberg die drei unmittelbar Tatbeteiligten waren. ... In Wikipedia lese ich, dass er (=Gerhard Boeden) anders als viele seiner Vorgänger und Kollegen jede Äußerung zu den Nachrichtendiensten und ihrer Tätigkeit vermieden habe. Dann brauche ich wohl gar nicht erst zu versuchen, ihn um eine Stellungnahme zu bitten." Der ehemalige Reuters-Journalist Ulf. G. Stuberger äußert in seinem Essay "Keiner schweigt für sich allein - Warum fürchtet der Staat sich vor der Aufklärung der RAF-Verbrechen ?" (Freitag 1.8.2008) folgende These: "Vergessen wir nicht, dass es zwei Tätergruppen gab. Die RAF-Terroristen auf der einen und viagra rx in canada die Täter in Staatsdiensten auf der anderen Seite. Beide verstecken, verbergen, verleugnen bis heute. Darin sind sie sich einig - unausgesprochen. Wer weiß das schon ?" Gerhard Boeden war BKA-Einsatzleiter bei der größten RAF-Fahndungspanne am 6.8.1978 in Michelstadt / Odenwald. Die drei RAF-Terroristen Christian Klar, Willy Peter Stoll und viagra canadian scam Adelheid Schulz hatten bereits Wochen vor dem missglückten Zugriff von einem kleinen Flughafen bei Michelstadt aus Hubschrauberflüge über hessisches  und baden-württembergisches Staatsterritorium unternommen, um angeblich "neue Terrorziele auszuspähen und discount viagra online eine Haftanstalt zu observieren." Offiziell gaben sie sich als ein "Filmteam" aus, das Luftaufnahmen von "Burgen und cialis 10 mg Schlössern"  machen wollte. Einem Mitarbeiter des Flughafens waren die drei RAF-Menschen verdächtig vorgekommen, er informierte das BKA, eine große Anzahl von BKA-Beamten in Zivil stand dementsprechend für den Zugriff am 6.8.1978 bereit. Die RAF-Terroristen, die mit einem Mercedes 230 an diesem Tag zum Flughafen kamen, wurden bereits in der Flughafengaststätte "Waldhorn" von BKA-Beamten observiert. Während des 110minütigen Hubschrauberflugs der "Top-Terroristen" wurde es seitens der BKA-Beamten "versäumt", einen Peil-Sender in den Mercedes 230 von Christian Klar & Co. einzubauen. Eigentümlicherweise entkamen die drei Gesuchten nach ihrer Rückkehr mit ihrem Mercedes sieben Wagen mit  BKA-Fahndern und cialis buy now fünf Ortspolizisten in Zivil. Der Spiegel 35/1978 dazu: "Unverständlich, warum die sieben Besatzungen den Funkkontakt nicht nutzten, (um) den Kurswechsel (des RAF-Mercedes) nachzuvollziehen. Unverständlich auch, dass die Beamten in Ober-Beerbach den Wagen nicht kurzerhand stoppten und um die Personalien baten." Gerhard Boeden, damals Leiter der BKA-Terrorismus-Abteilung, wurde zwar als unmittelbare Folge des Fahndungsskandals von dieser Aufgabe vorübergehend entbunden. Gleichwohl vollzog sich sein späterer Aufstieg zum BKA-Vize und zum Präsidenten des Bundesverfassungsschutzes bruchlos. <br/>Zu diesen fragwürdigen Vorgängen gibt es noch viele offene Fragen, z.B.
a) Weshalb suchen drei wegen des Schleyer-Mordes gesuchte RAF-Mitglieder (Klar,
Schulz, Stoll) mehrfach einen öffentlichen Flughafen auf, um dann mit einem
gemieteten Hubschrauber Erkundungsflüge auszuführen, die angeblich dem Ausspähen neuer Terrorziele gedient haben sollen ?
b) Wie erklärt sich das Entkommen der "Top-Terroristen" im Kontext eines
BKA-Einsatzes, der unter der "Schirmherrschaft" von Gerhard Boeden stand ?
c) Warum hat die RAF-"Fahndungspanne" vom 6.8.1978 Gerhard Boeden offenbar bei seinem Aufstieg in höchste Staatsämter nicht geschadet ?
d) Ist Gerhard Boedens beruflicher Aufstieg im Kontext einer "Strategie der
Spannung" sinnvoll zu interpretieren ?
e) Weshalb gab Gerhard Boeden im Unterschied zu anderen Präsidenten des
Bundesverfassungsschutzes nach dem Eintritt in den Ruhestand in den frühen
Neunzigern bis zu seinem Tod am 26.5.2010 niemals ein Interview ?
f) Könnte die Fahndungspanne von Michelstadt unter Boedens "Schirmherrschaft" im Kontext einer staatlichen schützenden Hand für die RAF-Terroristin Verena Becker gestanden haben ? Bei einer Verhaftung von Christian Klar im August 1978 wäre das noch laufende Verfahren gegen Verena Becker entscheidend beeinflusst worden, eine schützende staatliche Hand über Verena Becker hätte sich so nicht mehr aufrechterhalten lassen können. Indem Christian Klar erst zu dem Zeitpunkt verhaftet wurde, als das Verfahren gegen Verena Becker eingestellt worden war (31.3.1980), konnte Verena Becker nicht mehr in den "Circulus vitiosus" des Karlsruher Attentats geraten. Ist damit die Fahndungspanne von Michelstadt in sinnvoller Weise interpretiert ?

Datein

Interviewanfrage bei Gerhard Boeden (ehemaliger Leiter der Anti-Terror-Abteilung des BKA, ehemaliger Vizepräsident des BKA, ehemaliger Präsident des Verfassungsschutzes)

Antwortschreiben von Gerhard Boeden

Schreiben der Schüler-AG nach der Interview-Absage durch Boeden

Die Schüler-AG hat auch einen Infococktail zu Gerhard Boeden erstellt, der der Interviewanfrage im Anhang beigefügt war.

Die Schüler-AG ist im Besitz eines antiquarisch erworbenen Autogramms von Gerhard Boeden.